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Die Gattung Dasypeltis

= Afrikanische Eierschlangen

 Wir halten folgende Eierschlangen:

0,0,2 Dasypeltis atra (melanist), DNZ 5/2009

0,1 Dasypeltis atra (rot), DNZ 5/2011

0,1 Dasypelis medici, DNZ 4/2011

0,1 Dasypelis scabra, DNZ 11/2009


0,0,2 Dasypeltis atra (melanistisch/ Hochlandform)

Im September 2009 bekamen wir eine weitere Eierschlange: ein adultes Weibchen von Dasypeltis atra!! Leider verstarb das Tier ca. 2 Wochen nach Erhalt an Legenot!

Das verstorbene Weibchen fraß angeblich Hühnereier. Die schwarze Variante der Art ist die Hochlandform. Sie sieht faszinierend aus! Die rote Variante kommt in den tieferen Regionen des Verbreitungsgebietes vor.

Verbreitung: Äthiopien, Uganda, Ruanda, Burgundi

Seit März 2010 haben wir wieder 2 deutsche Nachzuchten von D. atra aus 7/2009.

Haltung
Temperatur: ~ 22-25°C bei nächtlicher Abkühlung um ca. 5°C, wenn mögl. unter 20°C.

Luftfeuchte: ca. 70-80%


0,1 Dasypeltis atra (rot, Tieflandform), DNZ 5/2011

Info folgt...

 


 

0,1 Dasypeltis medici, DNZ 4/2011

Info folgt...


0,1 Dasypeltis scabra, DNZ 11/2009
Afrikanische Eierschlange


Unsere D. scabra frisst ein Taubenei (April 2010)


Faszination Eierschlange: Unsere kleine Dasypeltis scabra  (DNZ 11/08) beim Fressen eines Kanarienvogel-Eis im März 2009.

Die Gattung Dasypeltis (Afrikanische Eierschlangen) ist ständigen taxonomischen (namensgebenden) Veränderungen unterworfen. Dasypeltis ist auf den Kontinent Afrika beschränkt und kommt dort vor allem in der unteren Hälfte bis nach Südafrika vor.

 

Insbesondere die Art Dasypeltis scabra hat ein riesiges Verbreitungsgebiet und zeigt je nach Herkunft unterschiedliche Farb- und Formmuster, so dass wir in Zukunft weitere taxonomischen Neuerungen erwarten dürften. Die Indische Eierschlange (Elachistodon westermanni) besitzt im Gegensatz zur völlig ungefährlichen Afrikanischen Eierschlange ein Gift und ist derart selten, dass es kaum Fotos von ihr gibt.

Das Besondere an Eierschlangen ist sicher die Nahrungsaufnahme. Dasypeltis ist die einzige Schlangengattung, die sich ausschließlich von Eiern ernährt (einige Kletternattern ernähren sich optional von Eiern, aber nicht ausschließlich!). Dazu hat sie spezielle Mechanismen entwickelt. 

Steckbrief:

Merkmale:
Länge: ca. 70-90cm; Weibchen werden größer und kräftiger


Im Bild ist unsere kleine Dasypeltis scabra (DNZ 11/08) nach dem Fressen.

Größenvergleich: ein Kanarienvogelei (rechts ausgepresst nach dem Fressakt)

Vorkommen/ Habitat
Ägypten, Südwestarabien, über ganz Ostafrika bis Südafrika; durch ihr flächendeckendes Vorkommen bewohnt D. scabra unterschiedlichste Lebensräume (mit Ausnahme der Wüsten und Regenwaldgebiete).

Verhalten:
dämmerungs-/ nachtaktiv; In der Natur klettert sie gerne auf Bäume und plündert dort Webervögel- Nester. In einigen Habitaten ahmt sie die äußerst giftige Sandrasselotter (Echis carinatus) durch ihre Färbung und Musterung nach. Ein weiteres Abwehrverhalten ist das Aneinanderreiben ihrer gekielten Rückenschuppen, wodurch ein rasselndes Geräusch erzeugt wird (s.Videos, unten). 


Überhaupt ist Dasypeltis scabra ein guter Schauspieler: Sie besitzt im Prinzip keine (bzw. winzigst kleine) Zähne; bei Gefahr rasselt sie daher und stößt Scheinbisse aus (wobei sie darauf achtet, dass es zu keiner Berührung kommt, denn da wäre das Geheimnis ja gelüftet;-). Zudem zeigt sie ihr

Fortpflanzung:
Dasypeltis scabra ist eierlegend. Ein Gelege umfasst bis zu 12 Eier.

Im Bild links ein Jungtier von Dasypeltis scabra mit besonderer Dorsalzeichnung.

 

Nahrung: Dasypeltis scabra ernährt sich ausschließlich von ganzen Vogeleiern, die größenmäßig passen sollten. Adulte Weibchen der Art können sogar Hühnereier fressen. Dabei wird das Ei verschlungen und mittels Fortsatz der Wirbelsäule im Halsbereich angeritzt. Durch Muskelkontraktion wird das Innere des Eis ausgepresst und heruntergeschluckt. Die Eischale wird wenig später ausgewürgt. Jungtiere sollten ca. alle 5-7 Tage mit Eiern von Kanarienvögeln oder Zebrafinken gefüttert. In der Natur hungern afrikanische Eierschlangen oft monatelang außerhalb der Brutzeit.

Hier sieht man ein adultes Tier beim Fressakt:


Das Ei wird verschlungen...


...und in die Halsregion transportiert.
Rückenwirbelfortsätze ritzen das Ei an und durch
 Muskelkontraktion wird es ausgepresst...


...die Eischale wird wieder ausgewürgt


Nach dem Fressen sollte die ausgewürgte Eischale 
(hier am Boden im Hintergrund links) aus dem
 Terrarium entfernt werden.



Dasypeltis inornatum im sehenswerten Pure Venom Snakepark in Port Shepstone (westl. von Durban/ZA) bei unserem Freund Terence Whittle. Das Tier wurde zum "Aufpäppeln" dort abgegeben, da es von einer Katze verletzt worden war. Die Verletzung konnte versorgt, das Tier gerettet werden:-)

D. inornatum gibt es in Südafrika auch in rostroter und extrem selten in melanistischer Form. Die Art findet man auch an der stürmischen und kühlen Kapspitze. (Sudafrika 2008)

Wir halten 0,0,1 Dasypeltis scabra, NZ 11/2008 vom Reptilium Landau. Vielen Dank an unseren Reptilienfreund Uwe Wünstel! Das Tier frisst seit März 2010 Taubeneier.


 

>> Hier noch ein tolles Video des Fressaktes einer Dasypeltis inornata.

j nach oben j


Literatur
:

Scheurer, Thomas, Die Afrikanische Eierschlange - Dasypeltis scabra, NTV (Art für Art), 2007

Switak K.H., Eierschlangen der Gattung Dasypeltis, Datz, Stuttgart 51 (3): 150-155, 1998


Videos
:

Dasypeltis beim Drohen (Aneinanderreiben der Schuppen)

Fressvorgang (junge Dasypeltis scabra frisst ein Zebrafinkenei; das ist nicht bei uns)

 

Links:

           ECEES (Die Eierschlangen- Community)

            www.eierschlange.de

            www.dasypeltis.com

            www.afrikanische-eierschlange.de

Futter:

            Finkele - Der Wachtelei-Spezialist

            www.wachtelei.de