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Drymobius margaritiferus (Schlegel 1837)

(Perlnatter/ Central American Speckled Racer)

"Für uns eine der schönsten Schlangen der Welt!!!"

 Hurra! Wir haben ein Männchen zu unserem Mädel im Januar 2011 bekommen!!

Steckbrief

Merkmale:
Größe: ca. 100-130cm, sehr schlank, extrem große Augen, runde Pupille mit rötlich-brauner Iris, gekielte Dorsalschuppen

Färbung: helle Ventralia, Rücken mit Fleckenzeichnung; jede Rückenschuppe hat einen gelben, gelbgrünen oder bis ins rötlich- blaue laufenden Fleck, so dass die Oberseite fein gesprenkelt wirkt (D. rhombifer mit großen dunklen Flecken!)

Vorkommen/ Habitat:
Von Texas/ USA über Mexiko und Mittelamerika bis ins nordwestliche Südamerika (Kolumbien). In Savannen, Feucht- und Regenwäldern. Als Jungtiere gerne kletternd, später Bodenbewohner. Meist in Gewässernähe/ Feuchtgebieten vorkommend 

D. m.margaritiferus: Texas (USA) bis Südamerika (entlang der Karibikküste); Schlegel 1837
D. m. fistulosus; Smith 1942
D. m. maydis: Nicaragua (Great Corn Island); Villa 1968
D. m. occidentalis: Mexiko (Chiapas) bis El Salvador (Pazifikküste!); Bocourt 1890

In den USA sind die Populationen der Perlnatter (hier D. m.margaritiferus gefährdet, in Mexiko ist die Art geschützt!)

Die Schwesternart Drymobius chloroticus ist eine ausgesprochene Hochlandart (Mexiko bis Zentralnicaragua)

Portrait von oben:

Verhalten: Nervös, leicht reizbar und pfeilschnell ("Racer" > Rennnatter!!;-)

Tagaktiv (unser Tier lebt insgesamt rel. versteckt)
beißt beim Ergreifen und reagiert zunächst sehr hektisch, beruhigt sich nur langsam. Unsere Perlnatter holen wir nur für Pflege- oder Hygienemaßnahmen aus dem Terrarium. Dabei benutzen wir Spülhandschuhe/ enge Lederhandschuhe. Darauf reagiert die Perlnatter nicht (siehe auch unten). In blanke Hände würde sie sofort beißen >>> Stressvermeidung für Tier (!!) und Mensch;-)

Drymobius besitzt wohl auch Duvernoysche Drüsen. Über den Speichel wird ein Gift in die Beute impliziert/ gekaut und wirkt dort toxisch. Über eine Giftwirkung beim Menschen ist nichts bekannt. Evtl. wird die Blutgerinnung herabgesetzt (besser Handschuhe nehmen!...;-)

Perlnattern sind auch in der Lage aktiv ihren Schwanz abzuwerfen. Daher muss das Handling vorsichtig und stressarm ablaufen!

Haltung: gut bepflanztes, großes Terrarium (mind. 120x60x50; besser größere Tiefe!), viele Versteckmöglichkeiten! Stressfreie Umgebung; Temperaturen 25°-28°C, nachts nicht unter 20°C ("tropische Nächte";-)

Keine Überwinterung entsprechend dem Vorkommensgebiet (subtropisch/ tropisch)

Fortpflanzung:
Ovipar (=eierlegend)
Gelegegröße: 4-7 Eier; in der Natur wurden frisch geschlüpfte Jungtiere (ca. 20cm, 5g, weniger bunt als die Adulti) im Juni-August beobachtet (Regenzeit in Mittelamerika > viele Anuren)
Inkubationsdauer: ca. 60-70 Tage

Nahrung: Nagetiere, in der Natur: Frösche, Kröten, Echsen, Reptilieneier, Nagetiere. Unsere Perlnatter frisst problemlos tote Rattenbabys, die wir ihr an den Eingang ihres Versteckes legen. Laut Aussage von Marcel von World of Snakes in Grecia/ Costa Rica, die wir im Juli 2005 besucht hatten, sollen Perlnattern, die ausschließlich mit Nagetieren gefüttert werden, nicht so langlebig sein. Im dortigen Schlangenpark wurden über 2 Jahre Perlnattern gehalten und erwiesen sich dort als problemlose Mäusefresser. In den USA wurde auch Hähnchenfleisch/ Putenfleisch in Stückchen gefüttert.

 

 

Literatur:

  • Borer, Markus, Haltung und Zucht der Perl- oder Rennnatter, Drymobius margaritiferus (.pdf!!!)
    (Schlegel, 1837), S. 40f, in: aqua-terra- austria 10,2009

  • Ernst/ Ernst, Snakes of the United States and Canada, Washington/ London, 2003

  • Köhler, G., Reptilien und Amphibien Mittelamerikas, Band 2. Schlangen

  • Körber, Uli, Haltung und Nachzucht der Perlnatter, in: DATZ 6/2004, S.18-2, Stuttgart 2004

  • Rossi/ Rossi, Snakes of the United Snakes and Canada - Natural history an care in captivity, Florida 2003

Links:

Viele Perlnatternhalter gibt es ja nicht in Europa, aber hier sind ein paar...