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Leiocephalus personatus
(Bunter Maskenleguan)

 

Es gibt z.Zt. (1/2005) 26 Arten Leiocephalus. Von L. personatus gibt es 12 Unterarten, wobei folgende in der Terraristik die Bekanntesten sind: 

Leiocephalus personatus, L. schreibersi und L. carinatus

 


Weibchen oben

Die Mama mit Albert Einstein- Frisur

L. personatus wird in Reptilienshops oft mit L. schreibersi, die etwas größer werden, verwechselt. Maskenleguane, die zu den Glattkopfleguanen gehören, gibt es auf den Antillen, von Kuba und den Bermudas bis Trinidad. Männchen sind untereinander unverträglich. Sie bevorzugen etwas größere Terrarien. Wir halten unsere Tiere in Terrarien der Größe 100 x 50 x 40. Kletteräste, Steine und Verstecke dürfen nicht fehlen! Nachts oder bei Gefahr vergraben wir uns im Sand (keinen  Vogelsand verwenden!!!).


Maskenleguan Männchen  

Das Weibchen trinkt von Wasseransammlungen in der Pflanze

Nur die Männchen bilden Farben und die arttypische Gesichtsmaske aus. Jungtiere haben alle die sandigen Farbtöne wie die Weibchen. Aber Achtung: Auch unterdrückte Männchen können ihre Jugendfärbung beibehalten.


DNZ 2004; Das Männchen (li.) färbt sich nach und nach aus

...und so werden die Babys gemacht;-)

Maskenleguane sind sehr territorial. Man darf - wie bei Anolis - nur ein Männchen im Terrarium halten. Alles andere ist Quälerei. Die oft zu sehende Misere in sog. Zoo- "Fachgeschäften" mit vielen Männchen ist katastrophal: dass sich die Männchen nicht gegenseitig ständig bekämpfen erklärt sich daraus, dass sich zu viele Individuen im Terrarium befinden, so dass die Tiere keine Territorien beanspruchen. Für unwissende interessierte Betrachter zeigt sich ein buntes Potpourri; für die Tiere ist es unsäglicher Stress. Ähnliches sieht man oft auch in Anolis- Terrarien. Wir halten unsere Kleinleguane paarweise
Achtung: auch die Weibchen können sich untereinander streng territorial verhalten! Empfehlung: 1,1!!!


DNZ- Pärchen 2004 

Eigene Nachzuchten 1,2 von 9/2002

Futter: Insekten in entsprechender Größe (Heimchen, Grillen, Heuschrecken Terflys, Stabschrecken; zur Aufzucht von Jungtieren auch Drosophilas). Das Futter sollte vor dem Verfüttern vitaminreich ernährt worden sein und mit einem Multivitamin- Kalkpräparat eingestäubt werden. Unsere Tiere kommen oft bis an die Frontscheibe und reißen uns manchmal die angebotenen Grillen sogar aus der Hand! Beim Füttern schwänzeln die Tiere vor Aufregung oft stark. Ein kleiner Leguan, der beim Betreten des Terrarienzimmers an der Scheibe steht und schwänzelt, ist schon sehr pussierlich! Gefüttert wird 2-3mal je Woche. Zusätzlich geben wir zerriebene Sepiaschalen auf einem Deckelchen ins Terrarium. Die Tiere nutzen dies immer wieder, um ihren Mineral- und Kalkhaushalt zu regulieren

Wichtig ist ein ausgeprägter Wärmebereich und eine trockene Haltung. Wir besprühen morgens täglich ein Tongefäß, von dem die Tiere gerne trinken. Auch Wasseransammlungen auf Pflanzen werden gerne zum Trinken besucht. Außerdem befindet sich ein Trinkgefäß im Terrarium. Unser Terrarium (Holzterrarium100x50x50) ist mit einer 80Watt HQL- Lampe beleuchtet. Die Tiere sonnen sich oft auf Korkstücken an der Wand oder auf Ästen und Wurzeln. Als Bodengrund nehmen wir Spielsand (kein Vogelsand, da scharfkantig!), in den sich die Tiere regelmäßig nachts eingraben. Achtung: Steine oder sonstige schwere Gegenstände müssen bis auf den Terrarienboden reichen, da sich die Tiere beim Graben darunter einquetschen können! Lebensgefahr!!! Wie bei vielen anderen Reptilienarten ist auf ein gut strukturiertes Terrarium zu achten (Wurzeln, Steine, Pflanzen,...)

Maskenleguane sind sehr robuste Tiere. Sie werden im Vergleich zum Grünen Leguan nicht allzu groß und sind daher auch als "Einsteigertiere" zu betrachten. Leider werden Maskenleguane nur selten nachgezüchtet. Es gibt quasi keinen "Markt". Dabei wären die Tiere doch viel sinnvoller zu halten als Iguana Iguana, da diese meist im adulten Alter größere Probleme bereiten können (Platzbedarf, Verhalten,...).

Maskenleguane sind - wie eigentlich fast alle Reptilien - Schautiere, also nicht zum Anfassen geeignet. Übrigens ist auch eine Bartagame kein Streicheltier. Wer eine Bartagame (Pogona vitticeps) einmal in freier Wildbahn gesehen hat, kann dies vielleicht genauso einschätzen. Sie duldet diese Behandlung lediglich!

Auch Maskenleguane zeigen leguantypische Verhaltensmuster: Dominanzgebaren zeigt sich z.B. durch wiederholtes Kopfnicken. In Büchern zu Leguanen allgemein findet man einige Hinweise, die man daher auch auf Maskenleguane transferieren kann.