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Heterodon nasicus
Westliche Hakennasennatter

Unsere "Schweinenasen", die etwas Ähnlichkeit mit dem griechischen Comichelden "Calimero" haben bekamen wir im August 2008 von unserem Reptilienfreund Thomas Stark aus LU. Es sind Nachzuchten von 2004. Das Weibchen ist wesentlich kräftiger als das Männchen. Die Westliche Hakennasennatter frisst in der Natur v.a. Amphibien, lässt sich - im Gegensatz zur Östl. Hakennasennatter (Heterodon platyrhinos) aber relativ gut auf tote Mäuse umstellen. Gerne wird auch aufgetauter Stint gefressen. In der Natur wurde H. nasicus auch wiederholt beim Fressen von Aas beobachtet. Es handelt sich um Trugnattern, deren Gift (ähnl. starke Wirkung wie ein Bienenstich) für Menschen ungefährlich ist (Ausnahme: Allergien). Da v.a. weibliche Hakennasennattern sehr fressgierig sind und fast alles, was nicht zu groß ist zu fressen versuchen, ist bei paarweiser Haltung besonders bei oder nach Fütterungen Vorsicht geboten! Es gibt diverse, herausgezüchtete Farbformen. Uns gefällt die Wildfarbe aber am besten...;-)

Die Schnauzenschuppe (Rostrale) ist deutlich verlängert u. nach oben gebogen. Ein Hinweis auf die teils unterirdische Lebensweise. Beutetiere werden mit der Schnauze aus dem Bodengrund gehoben.

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Die Bauchseite ist oft dunkel gefärbt. Der Kopf ist recht kurz, dafür ist das Maul sehr breit/ groß...

 

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Graben ist cooool;-)

Die Iris ist braun mit runder Pupille. H. nasicus wird regelmäßig nachgezogen. Wildfänge sind zu vermeiden!


Die Gattung Heterodon besteht aus 3 Arten (H. nasicus, H. platyrhinos und H. simus), H.nasicus hat neben der Nominatform noch H.n.kennerlyi. H.nasicus wird zwischen 50-80cm groß, die Weibchen sind viel kräftiger und größer.


Verhalten: tagaktiv, terrestrisch lebend, im Substrat wühlende Art; Abwehrverhalten: Aufblähen bis zum Totstellen; ahmen durch Verhalten u. Färbung Zwergklapperschlangen (Sistrurus catenatus) nach (Mimikry).

Haltung: ca. 6cm Sand oder Sand-Torf- Gemisch; eine Ecke des Bodens (Sand- Torf) sollte stets feucht sein, div. Versteckmöglichkeiten, Wasserschale; Terrarium ca. 80x40x40 für ein adultes Pärchen. Jungtiere in kleinen Aufzuchtbehältern! (30x30x40 z.B.)

Nahrung: in der Natur v.a. Amphibien, ansonsten auch  andere Reptilien u. kleine Säuger; Weibchen sind oft regelrecht verfressen, während Männchen eher wählerisch sind. Die Schlangen würgen nicht, sondern kauen u. fressen ihre Beute einfach; evtl. drehen sie sich schnell um die eigene Achse, um lebende Beutetiere zu überwältigen. Nicht überfüttern! > Gefahr der Organverfettung!! Besitzt vergrößerte, ungefurchte Zähne im hinteren Rachenteil (Trugnatter),

Vorkommen/ Habitat:  USA, westlich- zentrale USA bis Mexiko-Nord und Canada- Süd, oft an Flussläufen (Sandbänke) 


1,1 HYPO (Jungtiere wildfarbener Eltern)

Hurra!! Unsere ersten nasicus- Babys sind geschlüpft!!! Es sind insgesamt 9 Näs'chen (2 oder 3 Eier hatte der "Papa" leider bereits vor dem Entdecken gefressen!) Davon sind 2 amelanistische. Hier lugt gerade eines aus dem Ei (7/09, Foto: D. Müller):

              

Die Kleinen sind echt goldig. Am 1.8.09 haben die ersten beiden problemlos je eine tote Babymaus gefuttert:-)

In einem wissenschaftlichen Selbstversuch hat sich ein Halter von seiner H. nasicus beißen lassen (die Tiere sind normalerweise nicht aggressiv!) und ließ die Schlange ihr Gift einmassieren, was man tunlichst vermeiden sollte! Sollte man gebissen werden, versucht man die Schlange behutsam von der Bissstelle zu entfernen. Ein massierendes Kauen sollte unterbunden werden! H. nasicus ist grundsätzlich nicht aggressiv, höchstens verfressen:-)

Literatur/ Links:

  • Ernst/ Ernst, Snakes of the United Snakes and Canada, 2003