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>> Natrix natrix natrix
(Ringelnatter)
Ringelnatter Natrix natrix (Linnaeus
1758) (engl.: grass snake)
Familie: Nattern (Colubridae),
Unterfamilie: Wassernattern (Natricinae)
Ungiftig; harmlos
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Wir halten mittlerweile eine Gruppe von 2,2 Tieren
(12/05) |
2006 und 2007 war ich
(TK) mit
zwei unserer Ringelnattern im Fernsehen
in "Olis wilde Welt" im KIKA.
Schaut hier: Die
Ringelnatter (Natrix natrix)
>>
Video1: Ringelnatter-Paarung (2")
<<
Video2: Unsere Ringelnattern beim Fressen (Anm.: Auf der Videoseite steht übrigens N.n.helvetica. Das ist
falsch. Es handelt sich um die Nominatform!)
Hallo! Wir sind einheimische Ringelnattern, ursprünglich aus der
Gegend von Reutlingen. Wir wurden als Nachzuchten im Spätjahr 2003 geboren und von
unserem Frauchen und Herrchen im Oktober 2003 in die schöne Pfalz gebracht . Unseren Pflegeeltern machen wir viel Freude und wenig Sorgen, denn wir
sind superneugierig und fressen gut und gerne Stinte, Forellenstücke oder auch mal
aufgetaute Babymäuse oder -ratten. 2008 haben wir (2,2) zum ersten Mal Babys
bekommen:-)
Übrigens gibt es sogar einen Ringelnatter-
Song (damals bei Löwenzahn; leider ist die Qualität nicht
gerade optimal; trotzdem: sehr lustig;-))

In der freien Natur sind wir natürlich - wie alle anderen
einheimischen Reptilien und Amphibien - streng geschützt! Trotzdem gibt es immer noch
saudumme Menschen, die uns erschlagen, weil sie glauben, wir wären gefährlich.
Dabei wollen wir doch bloß unsere Ruhe haben und keinem Menschen was tun! Nur
Amphibien (Kröten und Frösche sind unsere Lieblingsspeise in der Natur)
sollten sich vor uns fürchten...;-) Man erkennt uns sehr leicht an unseren
beiden schönen hellen Nackenflecken. Bitte fasst uns gar nicht erst an oder
werft mit Sachen nach uns. Wir sind nicht aggressiv, sondern verkrümeln uns
lieber rechtzeitig!
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Steckbrief:
Merkmale:
zahlreiche Unterarten: Natrix natrix natrix (Mittel- und Nordeuropa bis
Russland), N.n. helvetica, N.n. persa, N.n. astreptophora, N.n. scutata, N.n.
sicula, N.n. schweizeri, N.n. cetti,
N.n. cypriaca,...
ca. 60-70cm,
80-100cm, u.U. 180- 200cm Länge (N. n.
helvetica); relativ große und kräftige Wassernatter; Weibchen wesentlich
kräftiger und länger; Kopf deutlich vom Körper abgesetzt, runde Pupillen,
Schuppen stark gekielt (aquatische Lebensweise); Grundfarbe schiefer-, oliv-
oder grüngrau; auch melanistisch; dorsal und lateral
unregelmäßige dunkle Flecken. Bei fast allen Unterarten am Hinterkopf ein
Halbmondfleck (orange, gelb oder weiß), mit einem Nackenband abgesetzt.
Bauch weißgrau oder gelblich mit dunklem Schachbrettmuster. Ringelnatter
besitzen - wie viele Wassernattern ein Eiweißgift (Duvernoysche Drüsen), durch das allergische
Reaktionen hervorgerufen werden können. Allerdings besteht keine Verbindung zu
einem etwaigen Giftzahn, so dass Ringelnatter für Menschen ungefährlich sind.
Das Eiweißgift dient der Vorverdauung u. Immobilisierung der Beute (in der
Natur: Frösche, Kröten). Ringelnatter sind nicht aggressiv gegenüber dem
Menschen!
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Vorkommen/ Habitat:
NW- Afrika, Iberische Halbinsel, Mittel- und Osteuropa bis Mittelengland,
Südskandinavien, Korsika, Sardinien, Südeuropa, Türkei, Südrussland,
Nordiran.
meist in Gewässernähe im Uferbereich von Seen, Teichen, Tümpeln, Bächen,
Flüssen, Auwälder; auch in Gärten, auf Wiesen, Waldlichtungen, Waldrändern,
in Ruinen, auf Meerinseln; im Gebirge bis ca. 2300m Höhe; Die Bestände sind
noch nicht stark bedroht, aber in vielen Ländern stark rückgängig (intensive
Forst- und Teichwirtschaft)! Darum steht die Ringelnatter unter ausdrücklichem
Naturschutz! |
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Linksrheinisch kommt in unseren Breiten die Unterart
Natrix natrix helvetica
(=Barrenringelnatter) vor, rechtsrheinisch dominiert die Nominatform Natrix n.
natrix. Die Unterart N. n. helvetica wird bedeutend größer (Weibchen können
bis zu 1,80m und sehr kräftig werden!!) und hat dunkle Barrenlinien an der
Seite (daher der Name). Die Nominatform hat auch einen komplett schwarzen Bauch
im Gegensatz zu N. n. helvetica, deren Bauch eher gesprenkelt ist.
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Junge Ringelnattern beim Sonnen.
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Verhalten:
weitgehend tagaktiv; sehr guter Schwimmer, aber weniger aquatisch als Würfel-
und Vipernatter. Flieht bei Gefahr ins
Wasser; lebt scheu und heimlich. Sonnt sich v.a. morgens und abends.
Abwehrreaktionen sehr vielfältig: heftiges Zischen, beißt normalerweise nicht,
sondern scheidet stinkendes Analsekret ab (nicht mehr bei eingewöhnten Tieren!), zeigt auch Totstellreflex; hält
mehrmonatige Winterruhe an frostfreien Plätzen in Laubhaufen, im Erdreich, in
Komposthaufen.
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Nahrung:
Frösche, Kröten, Schwanzlurche, Fische, seltener (v.a. in südlicheren
Breiten) auch Mäuse, und Eidechsen. Jungschlangen fressen Würmer, Kaulquappen,
kleine Fische und Molchlarven, die stets lebendig verschluckt werden. Im Terra
meist problemlos mit Fischen (Stinte) oder toten Babymäusen zu füttern. Das Jagdverhalten
ist v.a. optisch
geprägt. Wir halten 2,2 Tiere (DNZ 2004 und 2005). |

Gerne werden auch tote, junge Mäuse gefressen. |
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Fortpflanzung:
Paarung im März/ April nach der Überwinterung nach der ersten Häutung; oft
große Ansammlungen von Ringelnattern (> 50 Tiere) bei männlicher
Zahlüberlegenheit, lang dauernde Kopulation. Eiablage im Juli- August,
bevorzugt in Sägemehlhaufen, Komposthaufen. Es werden 20-50 weichschalige,
weiße, oft verklebte Eier abgelegt, u.U. in großen Gemeinschaftsgelegen vieler
Weibchen (bis zu 3000 Eier!). Inkubationszeit: ca. 4-8 Wochen. Die Jungtiere
haben viele Fressfeinde: Greifvögel, Rabenvögel, Storch, Reiher, Igel, Iltis,
Fuchs, Hecht, Barsche, aber auch große Laufkäfer, Seefrösche, Raubfische und
sogar Spatzen. |
Geschlechterunterscheidung v. Natrix n. natrix
Die werden
größer u. massiger; auch der Kopf ist breiter. Ihr Schwanz ist in
Relation kürzer als der der
:
KRL:SL :
3,9-4,9 (d=4,3)
KRL:SL
:
3,5-3,9 (d=3,6)Das beste Merkmal zur
Geschlechtsunterscheidung ist die absolute Zahl der Subcaudalia
(Schwanzunterschuppen).
weisen
wegen des längeren Schwanzes mehr Subcaudalia auf (s. Günther 1996, S.
672f):
Subcaudalia :
65-76 (d=71)
Subcaudalia :
53-64 (d=59)
Im Juli 2008 hatten wir unsere ersten eigene Nachzuchten:-)
Das Gelege bestand aus lediglich 2 länglichen Eiern (4cm), wobei ein Ei
verpilzt war. Das geschlüpfte Tier häutete sich (bei anfänglich feuchter Haltung)
nach 7 Tagen. |

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Literatur
Zur Haltung/ Aufzucht empfehle ich Klesius, Thomas,
Die Vipernatter - Natrix maura, Reihe Art-für-Art, NTV 2009.
(Die Haltungsparameter beider Arten sind sehr ähnlich)  - DGHT (Hg.), Verbreitung, Ökologie und Schutz der
Ringelnatter, Mertensiella Band 17, Rheinbach 2008
- Gruber, U., Die Schlangen Europas, 137- 143, Stuttgart 2009²
- Günther, R. (Hg), Die Amphibien und Reptilien Deutschlands, Jena/ Stuttgart
1996
- Kabisch, K., Natrix n.natrix, in: Böhme (Hg.), Handbuch der Reptilien und
Amphibien Europas: Handbuch der Reptilien und
Amphibien Europas, Bd.3/2A,
Schlangen (Serpentes) II: Bd 3/II A
- Kabisch, K., Die Ringelnatter, Westarp- Verlag 2004³
- Klewen, R. (Hg.), Untersuchungen zur Ökologie der Ringelnatter, Jahrbuch für
Feldherpetologie, Beiheft 4, Duisburg 1993
- Kreiner, G., Die Schlangen Europas, Frankfurt 2007 (Chimaira- Verlag)
Links
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