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Takydromus sexlineatus (Langschwanzeidechse)


DNZ 2004

Ich bin ein kleiner Asiat und meine Art hat ein riesiges Verbreitungsgebiet in Südostasien. Ich selbst bin eine deutsche Nachzucht vom November 2004. Ich mag kleine Grillen, Drosophilas und trinke am Liebsten Wasser von Blättern. Leider bin ich Einzelkind und warte darauf, dass ich bald viele kleine Brüder und Schwester dazu bekomme. Aber nur Nachzuchten, denn v.a. asiatische Wildfänge sind oft mit Parasiten behaftet und/ oder dehydriert. Normalerweise vertragen wir uns sehr gut untereinander! Unser Name stammt daher, dass wir einen sehr langen Schwanz besitzen (5/6tel unserer Gesamtlänge von ca. 36cm!; bloß kein Neid ;-P), mit dem wir super klettern oder uns besser im hohen Gras abstützen und bewegen können. Er kann sehr leicht abbrechen. Mein schöner Verwandter -T. smaragdinus- würde mir auch noch gut im Nachbarterrarium gefallen!

 


Unser Takydromus- Päärchen


Wir halten 0,0,2 Takydromus sexlineatus

Vorkommen/ Habitat: sehr weit verbreitet im südostasiatischen Raum, gehört zu den Lacertiden

Verhalten: gesellig, untereinander nicht sehr territorial, tagaktiv; arboricol lebend (klettert sehr viel), Greifschwanz wird auch beim Klettern verwendet; zum Jagen gehen die Tiere auch auf den Boden; zum Schlafen liegen die Echsen gerne in dichter Bepflanzung in der Höhe (Prädatorenschutz); 

Haltung: da die Tiere sich viel im Geäst aufhalten, sollten Klettermöglichkeiten bereitgestellt werden; das Terrarium sollte Hochformat haben; eine ausgeprägte Winterruhe ist nicht notwendig; tägliches Sprühen wichtig, da die Tiere Feuchtigkeit v.a. von Tropfen auf Blättern/ Ästen aufnehmen; das Becken sollte aber nicht nass oder durchgängig feucht sein, da dies zu weiteren Krankheiten führen kann. Die Feuchtigkeit sollte spätestens innerhalb zwei Stunden oberflächlich abgetrocknet sein. Auf ausreichende Durchlüftung ist zu achten. Ein Wärmespot ist unabdingbar; die Tiere sonnen sich gerne im Wärmekegel.

Nahrung: Kleininsekten (Heimchen, (Frucht-)Fliegen, Grillen, Heuschrecken; alles in entsprechender Größe zur Echse); gesunde Tiere gehen meist schnell an herumlaufende Beute

Tipps: Takydromus sexlineatus wird selten dauerhaft gehalten oder nachgezogen. Als Wildfänge (WF) tragen die Tiere oft Ekto-(Außen) oder Endo-(Innen) Parasiten mit sich. Daher muss eine Quarantäne bei Wildfängen von mindestens 6 Wochen durchgeführt werden, um den restlichen Tierbestand zu schützen. Dabei soll eine Kotprobe durchgeführt werden (GEVO, Exomed). Durch Transport und Zwischenlagerung sind die Tiere oft auch dehydriert und weisen z.B. Nierenschäden auf. Durch solch stressbedingte Schwächungen kann es auch zum Ausbruch weiterer Krankheiten kommen. 
Wenn möglich sollten Nachzuchten erworben werden. Solche Nachzuchten sind oft Nachzuchten von importierten WF. Generell sollte bei allen Neuzugängen eine Quarantänezeit (s.o.) in einem möglichst sterilen und leicht zu reinigenden Becken eingehalten werden.

Literaturtipp:

Uwe Schlüter, Die Langschwanzeidechsen der Gattung Takydromus, Kirschner & Seufer (2003)