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Mesotriton (Triturus) alpestris
(Europäischer Bergmolch)

Aussehen: Weibchen 10-12cm; Männchen 7-9cm; Männchen in Wassertracht (besonders hübsch u. farbenfroh) mit schwarz- gelben Rückenkamm. Bauch leuchtend orange ohne Fleckung (Unterschied zu anderen Molcharten!); der Rücken ist schiefergrau mit Blauanteilen.

Gefährdung durch:
Habitatzerstörung (Kleingewässer)
Aussetzen von Fischen in Amphibienteichen
Einwanderung von Flußkrebsen in Amphibienteiche
Schlechte Wasserqualität durch Schadstoffe
Nadelwaldmonokulturen statt Mischwald (Versauerung)

Geschützte Art! Meldepflichtig!


Bergmolchweibchen unserer 1,3- Gruppe auf Nahrungssuche

ENZ 2004 Mesotriton (Triturus) alpestris

Die gleichen Tiere wenige Monate später.

Vorkommen/ Habitat: Mitteleuropa (in Norddeutschland nur inselartig, in den Alpen bis ca. 2500m ü.NN); bevorzugt Stehgewässer (Tümpel,...) v.a. in Hügelland und Gebirge.
Alter: bis ca. 20Jahre; ab 2-3 Jahren fortpflanzungsreif;

Verhalten: Im Frühjahr (Februar - Juni) suchen die adulten Tiere ihre Laichgewässer (Ortstreue!) auf. Dort legen sie nach der Häutung ihre Paarungstracht ("Hochzeitskleid") an. Während der Fortpflanzungsphase (im Wasser) sind die Tiere tag- und nachtaktiv. Die Eier (bis zu 100!) werden einzeln in Wasserpflanzenblätter gefaltet. Die Gewässer werden zw. Mai und August wieder verlassen. Den Rest des Jahres leben Bergmolche terrestrisch und versteckt. Sie sind dann nachtaktiv. Die Überwinterung (Oktober - Februar/ März) erfolgt meist unter größeren Steinen oder an Baumwurzeln.

Der gallertumhüllte Laich wird in Blätter von Wasserpflanzen gerollt und geklebt!

Weibchen beim Ablaichen 2004

Nahrung: Alle Arten von Wasser- und Landinsekten (eigentlich alles, was ins Maul passt!). Molche sind auch große Laichräuber! Zuckmückenlarven, Regenwürmer, kleine Käfer,...

Eigene Nachzuchten 2004

Larven besitzen Außenkiemen und werden bis zu 4cm groß. Sie verbleiben meist bis in den Herbst im Wasser. Die Schwanzflosse ist komplett gleichmäßig marmoriert. Sie fressen zunächst Kleinstalgen, dann kleinste Wasserinsekten (Wasserflöhe, Mückenlarven, Wasserasseln,...).

Feinde: Fische, Wanderratten (Rattus norvegicus), Wasserspitzmaus, Vögel, große Libellenlarven, Ringelnatter,...